Vorträge von Prof. Dr. Bremer

2. Einkaufscontrolling

Der EK-Controller bedient alle Tools außer die für Finance benötigten. Außerdem verantwortet er auch die KPIs hinsichtlich Definition und Steckbriefen. Zudem organisiert und verwaltet er die Balance-Score-Card (BSC) und stellt das EK-Cockpit zur Verfügung.

Der EK-Leiter ist für die Einhaltung der Ziele verantwortlich und steht im engen Austausch mit dem EK-Controller. Zudem leitet der EK-Leiter Maßnahmen, auf Basis von den Ergebnissen, die der EK-Controller liefert, ab. Hierfür stellt er Ressourcen wie z.B.: Personal zur Verfügung

Kennzahlensysteme

Man ordnet Kennzahlen in Kennzahlensystemen und stellt sie in Beziehung zueinander.

Arten von Kennzahlen

Rentabilitätskennzahlen: Eigenkapitalrentabilität, Umsatzrentabilität, RoI
Finanzierungskennzahlen: 
Eigenkapitalquote, Goldene Bilanzregel
Sonstige Kennzahlen: Bereichskennzahl, Lagerumschlag, ABC-Analysen

Ordnungssysteme

Die Kennzahlen werden katalogisiert und in Sachgebiete geordnet.
Sie stehen nicht im direkten Zusammenhang

Rechensysteme

Die Kennzahlen errechnen sich miteinander und es bestehen wechselseitige Zusammenhänge.
Ein bekannter Vertreter ist das Du Pont-System.

Du Pont - Rechensystem

Kennzahlensteckbrief

Obiger Kennzahlensteckbrief zeigt einen eigens erstellten Kennzahlensteckbrief für die Kundenperspektive.

In den Steckbriefen wird über Definition, Aussagekraft, Berechnung und Datenquellen der Kennzahlen informiert.
Steckbriefe der Bundesagentur für Arbeit

SMART-Logik

Eigens erstelltes Ziel formuliert nach SMART-Logik zu der Kennzahl, die im Steckbrief definiert wurde.

Das Akronym SMART steht für Specific, Measurable, Achievable, Reasonable und Timebound und dient dazu, Ziele eindeutig zu formulieren, die messbar und überprüfbar sind. Dieses Konzept wurde vom Managementforscher und Unternehmensberater Peter Drucker entwickelt.
Drucker, P. (2007). People and Performance: The Best of Peter Drucker on Management 


Zudem gibt es auch noch die SMART-PURE-CLEAR-Logik, die die SMART-Logik um weitere Faktoren wie zum Beispiel "legal", "ethical" oder "environmentally sound" erweitert.
Niermeyer, R. (2007).  Motivation Instrumente zur Führung und Verführung.
https://www-wiso-net-de.thn.idm.oclc.org/document/HAUF,AHAU,VHAU__9783448078435196


Die SMART-Logik wird auch im Organisationshandbuch des BMI erläutert.